Die geplante Kundgebung ¡nada que celebrar!, am 10.10.21, fand am Kolumbusplatz statt. Unter dem Thema: „Dekolonialisierung des öffentlichen Raumes“ gestalteten wir einen Nachmittag mit Redebeiträgen, Musik, Street Art und Performance. Unsere Kundgebung sollte somit vor allem ein Kontrast zum Columbus Day, der am 12. Oktober in Amerika gefeiert wird, sein. Unser Anliegen war es, für die dekoloniale Thematik zu sensibilisieren.


Denn Straßennamen gehören neben Museen und Denkmälern zum kulturellen Gedächtnis unserer Stadt, somit ist das öffentliche Umfeld ideologisch aufgeladen. Durch seine Benennungspraktiken trägt der öffentliche Raum viel Macht in sich und kann gewisse Denkmuster in die Köpfe der Menschen einbrennen, die somit in die Normalität und den täglichen Sprachgebrauch übergehen. Die Ideologie, die sich hinter dieser Benennung versteckt und das Stadtbild negativ beeinflusst, hat für uns keinen Platz mehr. Ein öffentlicher Raum ist ein Raum, der von der Gesellschaft mitgestaltet werden kann und das Potenzial hat, sich zu verändern und zu wandeln, je nachdem welchen Input man gibt, wir wollen unseren Beitrag leisten, um einen inklusiveren, offenen und vielfältigen Raum zu schaffen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Die Kundgebung bot Platz für verschiedene Redebeiträge von NiUnaMenos, die Urbanen sowie Thomas Lechner, welche sich aus unterschiedlichen Sichtweisen auf die dekoloniale Thematik bezogen. Zudem wollten wir auch eine kulturelle Ebene schaffen, wie durch Livemusik und eine Tanzperformance. Das gesamte Programm wurde von dem Künstler Nasca One durch Livepainting begleitet. Abschließend legte ein DJ auf, wodurch es noch Raum gab zum Austausch mit uns, aber auch untereinander. 

Zusammenfassend können wir zufrieden sagen, dass die Kundgebung nicht nur für uns als Kollektiv CAMBIO ein voller Erfolg war, sondern auch für die Besucher*innen. Wir freuen uns immer noch über das viele positive Feedback, das wir erhalten.